Qualitätsmanagement von A bis Z. Erläuterungen moderner Begriffe des Qualitätsmanagements

Qualitätsmanagement von A bis Z. Erläuterungen moderner Begriffe des Qualitätsmanagements

 

 

 

von: Gerd F. Kamiske, Jörg-Peter Brauer

Carl Hanser Fachbuchverlag, 2007

ISBN: 9783446415218

Sprache: Deutsch

473 Seiten, Download: 13235 KB

 
Format:  PDF, auch als Online-Lesen

geeignet für: Apple iPad, Android Tablet PC's Online-Lesen PC, MAC, Laptop


 

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Qualitätsmanagement von A bis Z. Erläuterungen moderner Begriffe des Qualitätsmanagements



Digital Mock-Up (DMU) (S. 67-68)

Der englische Begriff Mock-Up bedeutet Nachbildung oder Modell. Digital Mock-Ups sind entsprechend rechnergenerierte (digitale) Modelle oder auch Simulationen, die Aussehen und/oder Funktionalitäten zu entwickelnder Produkte weitestgehend originalgetreu darstellen.

Die Bezeichnung Digital Mock-Up wurde vor allem in der Automobil- und Luftfahrtindustrie geprägt und geht zurück auf den sogenannten Physical Mock-Up (PMU), also einen – soweit möglich – in Originalgröße erstellten Prototyp oder Musterbau eines späteren Produktes. Heute werden Physical Mock-Ups in den frühen Phasen einer Produktentwicklung weitgehend durch Digital Mock-Ups auf der Basis von dreidimensionalen Rechnerdaten (3DCAD- Daten) ersetzt. Diese Arbeitsweise wird auch Virtuelles Prototyping (Virtual Prototyping) genannt.

Die Zielsetzungen wie auch die Nutzenpotenziale bei der Anwendung von Digital Mock-Ups liegen in den klassischen Feldern Qualität, Zeit und Kosten: Die Entwicklungszeit für neue, qualitativ hochwertige Produkte wird immer kürzer, um auf die Anforderungen der Märkte schneller reagieren zu können (Time to Market). Gleichzeitig sind die Entwicklungskosten gering zu halten. Dies bedingt einen konsequenten Rechnereinsatz in der Entwicklung, um zeitaufwendige und kostspielige Musterbauten zu reduzieren, die durch Digital Mock-Ups ersetzt werden. Im Vordergrund steht jedoch der qualitative Aspekt durch frühzeitigen und fachbereichsübergreifenden Einsatz von Digital Mock-Ups zur geometrischen, funktionalen und vor allem produktionstechnischen Absicherung. So lassen sich frühzeitig aussagekräftige Ergebnisse, z. B. Montage- oder Crashsimulationen, ohne Hardware-Absicherungen erreichen. Insgesamt resultieren aus dem Einsatz von Digital Mock- Ups also neben der Reduktion der zeitlichen und monetären Aufwände eine höhere Produktqualität und verbesserte Absicherung [Röthlein 01].

DIN EN ISO 9000:2000

Die im Jahre 1987 entstandene, 1994 überarbeitete und 2000 reformierte Normenreihe DIN EN ISO 9000:2000 mit den einzelnen Normen DIN EN ISO 9000, 9001 und 9004 beschreibt prinzipiell Qualitätsmanagementsysteme. Dabei ist die Norm DIN EN ISO 9000:2000 als Einführung in das Gebiet des Qualitätsmanagements zu verstehen (vgl. Qualitätsmanagement ).

Sie beschreibt Grundlagen für Qualitätsmanagementsysteme und erläutert die Begriffe zum Thema Qualität und Qualitätsmanagement. Weiterhin gibt sie einen Überblick hinsichtlich qualitätsbezogener Ziele und Verantwortlichkeiten, die von einer Organisation festgeschrieben und erfüllt werden sollten. Weitere Abschnitte behandeln die Beurteilung von Qualitätsmanagementsystemen sowie die Funktion und den Nutzen der Dokumentation des Systems.

Von zentraler Bedeutung für ein Qualitätsmanagementsystem ist die Norm DIN EN ISO 9001:2000 (vgl. Qualitätsmanagementsystem). Sie legt die Forderungen an ein solches System fest und liefert konkrete Hinweise, wie ein Qualitätsmanagementsystem normkonform aufzubauen und weiterzuentwickeln ist. Außerdem erläutert sie Möglichkeiten, gewisse Normforderungen auszuschließen, falls diese nicht die Qualität des im anwendenden Unternehmen erzeugten Produktes betreffen. Die Zertifizierung des Qualitätsmanagementsystems erfolgt ausschließlich auf der Basis der DIN EN ISO 9001:2000 (vgl. Zertifizierung).

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