Wissensmanagement - 7 Bausteine für die Umsetzung in der Praxis

Wissensmanagement - 7 Bausteine für die Umsetzung in der Praxis

 

 

 

von: Sandra Gerhards, Bettina Trauner

Carl Hanser Fachbuchverlag, 2011

ISBN: 9783446426795

Sprache: Deutsch

128 Seiten, Download: 1547 KB

 
Format:  PDF, auch als Online-Lesen

geeignet für: Apple iPad, Android Tablet PC's Online-Lesen PC, MAC, Laptop


 

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Wissensmanagement - 7 Bausteine für die Umsetzung in der Praxis



"1 Was ist Wissensmanagement? (S. 7-8)

1.1 Der Begriff und die Idee des Wissensmanagements


Von „Wissensmanagement“ existieren viele Definitionen. Eine eindeutige allgemeingültige Erläuterung zu finden, ist schwierig. In diesem Abschnitt werden die Begriffe „Wis- sen“, „Management“ und das „Managen von Wissen“ abgegrenzt, einige der gebräuchlichsten Beschreibungen zusammengestellt und versucht, eine praktikable Arbeitsdefinition zu finden.

1.1.1 Wissen

Im hierarchischen Modell unterscheidet man zwischen „Daten“, „Informationen“ und „Wissen“. Die Übergänge sind fließend und können nicht klar voneinander abgegrenzt werden. So ist z. B. ein Kundentermin ein „reines“ Datum, bei dem Gespräch dokumentierte Ergebnisse sind Informationen, Erfahrungen aus dem Gespräch und die daraus folgenden Handlungen sind das generierte Wissen. Wissen besteht aus Fähigkeiten und Kenntnissen, verbunden mit Erfahrungen, Gefühlen, Werten und Ahnungen.

Wissen ist ein immaterielles Gut, dessen Wert sich durch Gebrauch und Teilung erhöht (im Gegensatz zu allen anderen Ressourcen) und dessen Nutzen deshalb erst im Rückblick bewertbar ist. Es ist komplexer als reine Informationen und kann deshalb nicht so leicht gespeichert und verarbeitet werden. Zita- te wie beispielsweise „Wissen ist Macht“ von Francis Bacon weisen auf den hohen Wert von Wissen hin.

1.1.2 Wissensarten
Die Vielschichtigkeit des Begriffs „Wissen“ zeigt sich auch in den vielen Wissensarten, die mit gegensätzlichen Begriffspaaren bezeichnet sind:

 tazit – implizit – explizit
demonstrativ – intuitiv
deklaratives („know that“) – prozedurales („know how“)
intern – extern
individuell – organisational

Die Unterscheidung tazites/implizites und explizites Wissen ist im Wissensmanagement die bedeutendste. Tazites Wissen bezeichnet individuelles, nicht artikulierbares Wissen (Beispiel: Fähigkeit, beim Radfahren das Gleichgewicht zu halten). Implizites Wissen bezeichnet das der Organisation nicht zugängliche, aber artikulierbare individuelle Wissen. Öffentliches, dokumentiertes, allgemein zugängliches Wissen bezeichnet man als explizites Wissen. Wissensmanagement versucht u. a., implizites in explizites Wissen zu verwandeln und umgekehrt."

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