Mehr Erfolg am Point of Sale - Von der Verkaufsförderung zum Thru-the-line-Markting

Mehr Erfolg am Point of Sale - Von der Verkaufsförderung zum Thru-the-line-Markting

 

 

 

von: Bert M. Ohnemüller, Klaus Winterling

Verlagsgruppe Deutscher Fachverlag, 2004

ISBN: 9783871506291

Sprache: Deutsch

278 Seiten, Download: 7180 KB

 
Format:  PDF, auch als Online-Lesen

geeignet für: Apple iPad, Android Tablet PC's Online-Lesen PC, MAC, Laptop


 

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Mehr Erfolg am Point of Sale - Von der Verkaufsförderung zum Thru-the-line-Markting



1 Hersteller, Handel und Endkunden 2010: Was auf uns zukommen kann (S. 15-16)

Wie wird sich die Zusammenarbeit von Hersteller und Handel in Zukunft gestalten? Was wird sie beeinflussen? In welche Richtungen wird sich das Verhalten der Konsumenten verändern? Eine zufrieden stellende Antwort auf diese Fragen wird immer schwieriger zu finden sein. Denn immer häufiger rütteln einzelne Ereignisse, Megapleiten und Fusionen, Anschläge und Lokalkriege, Stimmungen und Gerüchte an den Prognosen. Veränderungen gehören inzwischen zur Tagesordnung und mit Sicherheit ist nichts mehr vorhersehbar. Wie aber ist ein kontinuierlicher Erfolg in dieser Situation noch möglich? Was ist noch planbar? Oder liegt gerade in diesem Chaos eines „Trends zur Trendlosigkeit" die Chance für ein neues und zeitgemäßes (Um-)Denken im Marketing?

1.1 Veränderungen gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen

Tendenz 1: Eine langfristige Stagnation der Wirtschaft ist wahrscheinlicher als ein zukünftiges stabiles Wachstum.

In den vergangenen Jahrzehnten galt das Gesetz, dass auf Schwächephasen der Konjunktur immer wieder ein wirtschaftlicher Aufschwung folgte. Man musste die Durststrecke lediglich „durchhalten". Dieses Gesetz wird seine Gültigkeit verlieren. Die globale Vernetzung löst Entwicklungskrisen schneller aus als je zuvor.

Nicht steuerbare lokale Konflikte erzeugen Unsicherheit und Risikoscheu bei Herstellern und im Handel. Die Folge wird sein, dass immer weniger investiert und vom Endkunden weniger nachgefragt wird.

Es ist demnach auch wahrscheinlich, dass sich nach einer Rezession die Gesamtwirtschaft auf einem insgesamt niedrigeren Niveau einpendeln wird. Oder dass Erholungsphasen kürzer und flacher verlaufen als in der Vergangenheit. Andererseits – und das macht die Angelegenheit paradox – kann der Durchbruch neuer Technologien (z.iB. die Biotechnologie oder neue Energieformen) auch diese Prognose wiederum völlig verändern. Konjunkturintervalle verlaufen also in Zukunft unregelmäßig.

Eine langfristige Stagnation der Wirtschaftskraft ist wahrscheinlicher als ein zukünftiges stabiles Wachstum. „Abwarten und Mitschwimmen" ist keine Erfolg versprechende Strategie mehr für Unternehmen und Handel.

Tendenz 2: Die Überalterung der Gesellschaft hat auf die meisten Branchen weniger Einfluss als erwartet.

Wirtschaftlicher Wohlstand, Unsicherheit hinsichtlich der Zukunft und Überbevölkerung führen trotz aller politischen Programme zu einer weiteren Reduktion der Geburten – vor allem in den Industrienationen. Der medizinische Fortschritt leistet der Überalterung Vorschub. Fest steht: Unsere Welt wird zur Seniorengesellschaft. Welche voraussichtliche Auswirkung diese Entwicklung auf das Verbraucherverhalten hat, wird allerdings kontrovers diskutiert. Abgesehen von einer erhöhten Nachfrage bei typischen Altersprodukten (Pharmazeutika, Hilfsmittel etc.) löst diese Entwicklung wahrscheinlich keine dramatische Veränderung im Verbraucherverhalten aus. Der Grund: Das Alter wird nicht mehr als gravierend anderer Lebensabschnitt angesehen.

Viele ältere Menschen wollen sich nicht alt verhalten. Es ist denkbar, dass die jetzige markenbewusste Cola-, Handy- und Nike-Generation ihrer Marke auch noch in Zukunft treu bleibt und selbst in fortgeschrittenem Alter die gleichen Produkte bevorzugen wird.

Tendenz 3: Die staatliche Deregulierung führt in Mitteleuropa (anders als in den USA) nicht zu einem höheren Freiheitsgefühl, sondern zu einer noch größeren Verunsicherung. Dies drückt direkt auf die Konsumund Gebrauchsgüternachfrage.

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